Jan-Willem Boege

Prinzipien meiner Arbeit

Beziehungstier Mensch:

Der Mensch ist nicht ohne seine Beziehungen zu denken. Unzufriedenheit tritt immer in Beziehungen auf – z.B. in Beziehung zur Partnerin, zum eigenen Kind, zur Chefin, zum Mitarbeiter oder auch zu sich selbst. Daher suche ich nicht nach vermeintlichen inneren Störungen, sondern richte meinen Blick auf die Systeme (z.B. Partnerschaft, Familie, Beruf), in denen sich Menschen bewegen. Wie kommuniziert ein System? Wie werden Grenzen gesetzt? Wer hat welche Bedürfnisse? Wie sicher fühlen sich die Teile eines Systems? Auf der Suche nach Sicherheit tun Menschen manchmal Dinge, die wir selbst und außenstehende Menschen nur schwer nachvollziehen können.

Keine Angst vor der Angst – der Körper kommt mit:

Der menschliche Körper ist schon ziemlich genial! Unser autonomes Nervensystem bietet uns mit seinen Überlebensstrategien (Kampf/Flucht/Erstarrung) rettende Auswege aus bedrohlichen Situationen. Mit meinem Wissen über die Funktionsweise unseres Nervensystems zeige ich Ihnen, wie Sie Anspannungszustände besser (co-)regulieren können.

Wertschätzung:

Wer zu einem Berater, Therapeuten, Supervisor oder Coach geht, möchte etwas zum Guten verändern. Der Wille, das eigene Leben bewusst zu gestalten, begleitet mich selbst bereits seit langer Zeit. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch sein Bestes gibt. Jeder hat sein ganz eigenes Set an Fähigkeiten im Gepäck. Nehmen wir das, was da ist und packen es an!

Eigenverantwortlichkeit:

Viele Menschen machen ihr Glück von äußeren Faktoren („dem blöden Chef“, „dem Berater“, „der Lebenssituation“ etc.) abhängig. Das geht selten lange gut, denn die anderen verfolgen i.d.R. erst mal ihre eigene Agenda. So kommt es schnell zu Konflikten, in denen die Schuld für unbefriedigte Bedürfnisse beim Gegenüber gesucht wird. Verantwortung für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu übernehmen, kann zunächst schwer fallen – besonders wenn es nie vorgelebt wurde. Doch gleichzeitig birgt es die riesige Chance, ein unabhängigeres, freieres Leben voller Gestaltungsmöglichkeiten zu führen.

Lösungsorientierung:

Jeder Mensch trägt die Lösung für seine Probleme bereits in sich. So sind Probleme i.d.R. Lösungsversuche für andere Probleme, die sich vielleicht zu einem hartnäckigen Verhaltensmuster entwickelt haben. Heute machen sie möglicherweise keinen Sinn mehr, aber es fehlen Handlungsalternativen. Das Wichtigste ist, erstmal aus der Problemspirale raus zu kommen und mit einer neuen Perspektive auf die eigenen Kompetenzen zu gucken. So können neue und passendere Lösungen entstehen.

Unwissenheit:

Ich werde Ihnen in der Beratung nicht mit klugen Ratschlägen und Besserwisserei daher kommen. Denn ich weiß nicht, was gut für Sie ist. Sie – und niemand sonst – sind Experte oder Expertin für Ihr Leben. Ich hingegen bin Ihr Experte, wenn es darum geht, neue Wege zu gehen und Neuland zu entdecken. Ich werde Sie begleiten, Sie ermutigen, Ihnen neue Perspektiven und bislang unerkannte Stärken aufzeigen. Am Ende gehen Sie mit all dem Rüstzeug Ihren eigenen Weg.

Ressourcenorientierung:

So wie das Glas halb leer oder halb voll ist, kann auch jede Schwäche eine Stärke sein: Die narzisstische Chefin kann super präsentieren. Der inkonsequente Vater hat eine Engelsgeduld. Das antriebslose Kind hat ein gutes Gespür für die eigene Überforderung. Bringen Sie Ihre Schwächen mit und Sie werden Stärken finden.

Allparteilichkeit:

Jeder Mensch gibt sein Bestes. Wirklich JEDER. Auch der Chef, die Schwiegermutter und der Nachbar. Ich verstehe meine Rolle nicht als Anwalt, sondern als Vermittler, der Sie dabei unterstützt, eigenverantwortlich in die Gestaltung der privaten oder beruflichen Beziehungen zu gehen.

Gewaltfreiheit:

Aber Streit gehört doch dazu! Ja, auf jeden Fall. Entscheidend ist, WIE gestritten wird. Moralische Urteile, Abwertungen, wüste Beschimpfungen oder gar Drohungen und körperliche Grenzüberschreitungen schwächen oder zerstören das gegenseitige Vertrauen und veranlassen uns, unsere Überlebensstrategien (Kampf, Flucht, Erstarrung) zu aktivieren. Offene Ansprache von Gefühlen und Bedürfnissen sowie die Aussprache von Wünschen fördern das Vertrauen und eine Kommunikation, die Spaß macht.

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Es lohnt sich, regelmäßig vorbei zu schauen!